"Die LPF hat sich in den letzten 20 Jahren maßgeblich für den Erhalt des Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) eingesetzt. In den 1990er Jahren hat die Stiftung das komplette Programm zur Erhaltung und Erforschung des Spix-Aras finanziert, unter anderem auch die von Biologen durchgeführten biologischen Studien vor Ort in der Caatinga Brasiliens, wo die letzten freilebenden Exemplare dieser Art vorkamen. Seit dem 5. Oktober 2000 gilt die Freilandspopulation nach dem Verschwinden des letzten bekannten Tieres als erloschen. Dank der kontinuierlichen Forschungsarbeit wissen wir heute ganz genau, wie der Spix-Ara lebte und, vor allem, welche Futtersorten zu seinem Nahrungsspektrum gehörten. Hätte die LPF die Freilandstudien damals nicht finanziert, wären diese Informationen wohl nie gesammelt worden und wären mit dem Verschwinden des letzten Exemplars unwiederbringlich verloren gegangen. Die Planung einer Wiederauswilderung mit gezüchteten Spix-Aras wäre heute deutlich schwieriger, weil wir über die natürlichen Futterpflanzen und das Verhalten der Art im Freiland praktisch nichts wissen würden.
Nachdem die Population des Spix-Aras im Freiland erloschen war und auch intensive Suchexpeditionen im Lebensraum keinen Erfolg gebracht hatten, konzentrierte sich die LPF auf die Zucht der Tiere. Die Stiftung hatte schon zu Beginn des Programms das Eigentum an den beiden gehaltenen Spix-Aras an die brasilianische Regierung zurückgegeben. Die Tiere verblieben weiterhin in der LPF, und so konnten zwischen 2004 und 2010 fünf Spix-Aras erfolgreich aufgezogen werden. Für die LPF war die Wiederansiedlung des Spix-Aras stets das oberste Ziel, das nun endlich auch von den brasilianischen Behörden mit konkreten Daten zwischen 2017 und 2021 ins Auge gefasst wird. Die bisher in LPF gezüchteten Tiere sind nicht für eine Auswilderung vorgesehen, vielmehr deren Nachkommen, und so war es für die LPF eine folgerichtige Entscheidung, die Spix-Aras jetzt an Brasilien zurückzugeben, damit sie dort unter den heimischen klimatischen Bedingungen für weitere Nachwuchs sorgen, der dann für eine Auswilderung zur Verfügung stehen wird. Das bisherige Brutweibchen wurde in der LPF belassen, da es in Stress-Situation mit epileptischen Anfällen reagiert und somit ein langer Transport nach Brasilien ein zu großes Risiko gewesen wäre.
Um ihrem seit langem geforderten Ziel näher zu kommen, Spix-Aras in ihrer brasilianischen Heimat zügig wiederanzusiedeln, wünscht sich die LPF nun, dass sich die auf Teneriffa gezüchteten Spix-Aras auch in Brasilien kräftig vermehren werden."
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Thursday 13th March 2025
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" Naturam expellas furca, tamen usque recurret "
( If you drive out nature with a pitchfork, she will soon find a way back)
Horace (65-8 BC)

