Die Loro Parque Fundación bringt vier weitere Spix-Aras nach Brasilien zurück

Pressemitteilung von Dr. David Waugh, Direktor, Loro Parque Fundación, (Mai 2013)

Im April 2013 wurden vier weitere Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) von der spezialisierten Aufzuchtstation der Loro Parque Fundación auf Teneriffa in Spanien in ihr Heimatland Brasilien zurückgebracht. Dies geschah im Rahmen einer Rückführung, die zur Erholung dieser repräsentativen Papageienart beiträgt. Beamte der zuständigen brasilianischen Regierungsbehörde, des Chico Mendes Instituts für Biodiversität (ICMBio), begleiteten die Exemplare auf ihrer Reise nach Brasilien. Alle vier Tiere haben erfolgreich die Quarantäne in Brasilien überstanden und befinden sich jetzt in den Einrichtungen des NEST, ein weiteres zugelassenes Zentrum für die Haltung dieser Art. Unter den zurückgebrachten Spix-Aras waren auch Exemplare, die in der Zuchtstation der LPF gezüchtet wurden, wobei alle Exemplare Eigentum der brasilianischen Regierung sind, die das offizielle Rettungssprogramm überwacht. Die Loro Parque Fundación übertrug im Jahr 1997 als einzige Organisation außerhalb Brasiliens das Eigentum all ihrer Spix-Aras an die brasilianische Regierung.

Wie schon bei früheren Transporten, ist diese Rückführung sehr wichtig, weil der Spix-Ara mit ziemlicher Sicherheit in der Wildnis ausgestorben ist und nur durch die Zucht in Menschenobhut und durch die in Zukunft geplante Freilassung in die Wildnis wieder aufleben könnte. Der im Rahmen des offiziellen Zuchtprogrammes in Menschenobhut verwaltete Bestand umfasst 79 Exemplare; eine sehr kleine Anzahl, um diese Art wieder in der Wildnis auszusetzen. Endemisch in der sehr trockenen Region von Bahia, besetzte die ursprüngliche Wildbevölkerung den speziellen Lebensraum, der sich auf das Flussgebiet des São Francisco beschränkt und stark in seinem Umfang reduziert wurde. Die Wildbevölkerung der Spix-Aras war nie sehr groß und sank durch den Verlust von Lebensraum und dem Fang für den Vogelhandel. Das letzte wildlebende Männchen, das mit einem Rotrückenara (Primolius maracana) gepaart wurde, verschwand im Jahr 2000.

Die Loro Parque Fundación und der Loro Parque waren seit dem ersten Zusammentreffen, das zu diesem Zweck auf Teneriffa im Jahr 1987 organisiert wurde, entscheidend an den Bemühungen zur Erhaltung des Spix-Aras beteiligt. Das nächste wichtige Treffen fand 1989 in Lausanne, Schweiz, im Rahmen der 7. Konferenz der Vertragsparteien des CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) statt und neben dem Loro Parque nahmen Vertreter des IBAMA (Brasilianisches Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen), TRAFFIC Südamerika, des CITES-Sekretariats und verschiedene nationale CITES Behörden teil. Dieses Treffen führte zur Bildung des permanenten Ausschusses für die Rettung des Spix-Aras (CPRAA). Als Vorsitzende der CPRAA erkannte die brasilianische Regierung Exemplare in Händen anderer Besitzer als legal an, ohne den Versuch zu unternehmen diese zu beschlagnahmen, wenn sie Teil des offiziellen Rettungs-Programmes (verwaltet durch die CPRAA) würden. Dies schloss Handel unter allen Umständen aus. Obschon andere Halter im Laufe der Jahre bei der Einhaltung dieser Bedingungen gezögert haben, hat die Loro Parque Fundación immer ihr Versprechen eingehalten und bedingungslos zum Rettungs-Programm beigetragen.

Dieses Versprechen beinhaltete seit 1990 in Zusammenarbeit mit dem IBAMA den Einsatz finanzieller Ressourcen und Erfahrung zum Schutz des letzten, in der Natur lebenden Spix-Aras und die verbliebenen Reste seines Lebensraumes. Diese vielen Rettungs-Maßnahmen, einschließlich der Freilassung eines Spix-Ara-Weibchens (das anschließend verschwand) und der Probe-Freilassung einer Gruppe von Rotrückenaras, waren mit dem Beitrag von über 700.000 US Dollar der Loro Parque Fundación möglich. Darüber hinaus hat die Loro Parque Fundación im Laufe der Jahre die Kosten für die Pflege und Zucht der Spix-Aras auf Teneriffa getragen. Diese befanden sich in einem isolierten und spezialisierten Zentrum, das ausschließlich für diese Art gebaut wurde, um ihre physische und biologische Sicherheit zu gewährleisten.

Die Verpflichtung der Loro Parque Fundación für den Fortbestand des Spix-Aras gehen einher mit dem Engagement zum Schutz vieler anderer bedrohter Papageienarten weltweit. Dazu gehört ein weiterer, stark bedrohter Ara aus Brasilien; der Lear-Ara (Anodorhynchus leari), Projektpartner ist auch hier das ICMBio.

Seit ihrer Gründung hat die Loro Parque Fundación 96 Projekte mit über 13.750.000 US Dollar unterstützt und finanziert auch im Jahr 2013 wieder 35 Projekte mit über 1.150.000 US Dollar.  

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